Konzertfilm

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In den letzten Jahren haben wir uns auf filmische Arbeiten über Musik spezialisiert.

Konzertfilm mit Starpianist Hyung-ki Joo, Dirigent Pit Brosius und dem Orchestre National des Jeunes du Luxembourg. Mit diesem Projekt wollten Otwin Biernat und ich den Beweis antreten, dass ein professioneller, stimmungsvoller Orchesterkonzertmitschnitt kein zehnköpfiges Filmteam mit riesigen Fernsehkameras und konservativer Bildregie voraussetzt. Zu zweit haben wir in Miersch (Luxemburg) die Werke studiert, Proben besucht, ideale Standpunkte für acht Fixkameras sowie unsere beiden Hauptkameras ermittelt. Toningenieur Ken Rischard las während der Aufzeichnung die Partituren mit und gab via Funk die wichtigsten Soloeinsätze durch.

In zwei Wochen Postproduktion entstand ein Film, dessen Schnitttempi und Bewegungen sehr gezielt auf den jeweiligen musikalischen Charakter abgestimmt sind. Das Geheimnis des richtigen Schnitts liegt im Mikrotiming. Oft muss frame-genau gearbeitet werden, um den Fluss der Musik zu unterstützen und dem Publikum ein organisches Nacherleben des Konzertereignisses zu ermöglichen.

Für die Zürcher Hochschule der Künste durften wir im Jänner 2024 unter anderem das grandiose Ensemblestück „Nocturnal Migrants“ (2023) von Madli Marje Gildemann aufzeichnen. Lars Mlekusch leitete das Hochschul-Ensemble für zeitgenössische Musik Arc-en-Ciel, für die ideale Tonaufnahme und -Mischung zeichneten Moritz Werner und Xaver Dienz verantwortlich. Drei bemannte und acht fixe Kameras reichten aus, um alle wichtigen Solopassagen einzufangen. Beim Schnitt ging es darum, den „filmischen“, mitunter dämonisch-geheimnisvollen Charakter des Werks zu unterstreichen.

Videografie

Unsere Partner*innen sind klassische Musikfestivals, Veranstalter*innen, Künstler*innen und Aufnahmestudios. Unsere Produktionen reichen von eingängigen 30-Sekunden-Teasern bis hin zu ausführlichen Interviews und Mini-Dokus. Das Unschlagbare an dieser Form der Vermittlung ist die Möglichkeit, das Klangerlebnis direkt mit persönlichen Aussagen der Protagonist*innen zu verbinden. Musik, Sprache und Bilder in rhythmischer Symbiose sprechen unser Publikum so direkt an wie kein anderes Format.

Tatsächlich hat der Prozess des Videoschneidens viel mit dem Prozess des Musikkomponierens gemeinsam. Im schönsten Fall ist ein Video über Musik am Ende nicht nur informativ und unterhaltsam, sondern auch musikalisch.

Zürcher Hochschule der Künste: Videoarbeit für den ZHdK-Jahresbericht 2023 zum Thema „Begegnung“. Mit Werkausschnitten von Friedrich Cerhas „Mikrogramme“ (2020) und Misato Mochizukis „Chimera“ (2000).

Musikvideo Son Fou: Too Late for Revenge 2022

Styriarte 2021
Styriarte 2021
Styriarte Festivalcompilation 2021
Mitarbeiterporträt Welove.Audio 2022

Matthias Wagner 13 Narrations Musikvideo Musikfilm Making Of Musikvermittlung Konzertfilm